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Agility im Garten oder auf dem Platz macht vielen Havis doll Spaß.Hier Ciara.

Unter dem FCI-Standard habe ich noch eine Sterndokumentation über über Massenzucht eingestellt.


Ciara hat große Freude. Die Babies sind ausgezogen und sie hat wieder Zeit zum toben, spielen und Spaziergängen durch den Wald.
Havaneser sind voller Lebensfreude und sie machen einfach gute Laune.

 Rassebeschreibung

FCI - Standard Nr. 250/ 12. 01. 2009  /  D

HAVANESER  (Bichon havanais)

ÜBERSETZUNG  : Dr.J.-M. Paschoud und Frau R.Binder. Überprüft durch Herr Müller.

URSPRUNG : Westliches Mittelmeerbecken; Entwicklung : Kuba.

PATRONAT : F.C.I.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES  : 04. 11. 2008.

VERWENDUNG : Gesellschafts- und Begleithund.

KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 9  Gesellschafts- und  Begleithunde.

Sektion 1  Bichons und verwandte Rassen. Ohne Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Diese Rasse stammt aus der westlichen Mittelmeergegend und hat sich entlang der spanischen und italienischen Meeresküste entwickelt. Offenbar wurden diese Hunde frühzeitig durch italienische Überseekapitäne in Kuba eingeführt. Irrtümlicherweise hat die am häufigsten vorkommende Havanna-Farbe (tabakfarben) dieser Hunde dazu verleitet, Havanna, die Hauptstadt von Kuba, als Ursprungsort anzunehmen. Infolge unglücklicher Umstände sind indessen alle alten Havaneser-Blutlinien in Kuba ausgestorben; anscheinend konnten jedoch einzelne Hunde aus Kuba herausgeschmuggelt werden; ihre Nachkommen überleben in den USA.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Der Havaneser ist ein kleiner, kräftiger, niederläufiger Hund; sein Haar ist lang, üppig, weich und vorzugsweise gewellt. Sein Gangwerk ist lebhaft und elastisch.

WICHTIGE  PROPORTIONEN : Die Länge des Fangs von der Nasenspitze zum Stop entspricht der Länge des Schädels vom Stop zum Hinterhauptstachel. Das Verhältnis zwischen der Körperlänge (gemessen zwischen Buggelenk und Sitzbeinhöcker) und der Widerristhöhe beträgt 4:3.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Speziell aufgeweckt und leicht zum alarmgebenden Hund zu erziehen; liebevoll und fröhlich, anziehend, bezaubernd, spielerisch, sogar etwas närrisch. Er liebt Kinder und spielt unentwegt mit ihnen.

KOPF :  Mittelgross ; das Verhältnis der Länge des Kopfes zur Länge des Rumpfes (vom Widerrist bis zum Rutenansatz gemessen) beträgt 3:7.

OBERKOPF

Schädel : Flach bis sehr wenig gewölbt, breit; Stirn wenig ansteigend; von oben gesehen ist der Schädel hinten abgerundet, an allen anderen Seiten fast gerade und viereckig.

Stop : Mässig ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm : Schwarz oder braun.

Fang : Er verjüngt sich leicht und progressiv gegen den Nasenschwamm zu; nie spitz oder stumpf.

Lefzen : Dünn, trocken, gut anliegend.

Kiefer / Zähne : Scherengebiß. Ein vollständiges Gebiß ist erwünscht; das Fehlen der PM 1 (Prämolaren 1) und der M3 (Molaren 3) wird geduldet.

Backen : Sehr flach, nicht vorstehend.

Augen : Ziemlich groß, mandelförmig, so dunkelbraun wie möglich. Ausdruck freundlich. Die Umrandung des Auges soll dunkelbraun bis schwarz sein.

Ohren : Relativ hoch angesetzt; sie fallen längs der Backen und bilden eine unauffällige Falte, die sie leicht anhebt; sie laufen wenig spitz aus; sie sind von langen Fransen besetzt. Weder windmühlenartig abstehend noch dicht an den Backen anliegend.

HALS : Von mittlerer Länge.

KÖRPER : Die Länge des Körpers übertrifft um weniges die Widerristhöhe.

Oberlinie : Gerade, über den Lenden leicht gewölbt.

Kruppe : Gut abfallend.

Rippen : Gut gewölbt.

Untere Profillinie und Bauch : Gut aufgezogen.

RUTE : Hoch getragen, entweder in Form eines Krummstabs oder, vorzugsweise, über dem Rücken gerollt; die Befederung ist lang und seidig.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND : Vorderläufe gerade und parallel, trocken; gute Knochenstruktur. Der Abstand vom Boden bis zum Ellenbogen soll denjenigen zwischen Ellenbogen und Widerrist nicht übertreffen.

HINTERHAND : Gute Knochenstruktur; mässige Winkelung.

PFOTEN : Leicht länglich in ihrer Form, klein; Zehen eng aneinander-  liegend.

GANGWERK : Der Bewegungsablauf beim Havaneser ist seinem fröhlichen Wesen entsprechend auffällig leichtfüssig und elastisch. Die gerade nach vorne gerichteten Vorderläufe bewegen sich frei, während die Hinterläufe in gerader Linie für den nötigen Schub sorgen.

HAARKLEID

HAAR : Das wollene Unterhaar ist schwach entwickelt, oft ganz fehlend. Das Deckhaar ist sehr lang (12 - 18 cm bei einem erwachsenen Hund), weich, glatt oder gewellt und kann lockige Strähnen bilden. Jedwede Zurechtmachung, jedes Ausgleichen der Länge der Haare mit der Schere und jede Art von Trimmen sind verboten.


Ausnahme : die Säuberung der Haare an den Pfoten ist zulässig; die Haare auf der Stirne dürfen leicht gekürzt werden, damit sie die Augen nicht bedecken; auch die Haare am Fang dürfen leicht gekürzt werden, aber vorzugsweise belässt man sie in ihrer natürlichen Länge.


FARBE : Selten vollständig reinweiss, falbfarben in verschiedenen Tönungen (leicht schwarz gewolkt ist zulässig), schwarz, havanna-braun, tabakfarben, rötlichbraun, Flecken in den erwähnten Farben sind zulässig. Brand- Markierungen sind in allen Schattierungen erlaubt.

GRÖSSE :

Widerristhöhe :               23 bis 27 cm.

Toleranz : von   21 bis 29 cm.

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

SCHWERE  FEHLER :

Allgemeines Erscheinungsbild atypisch.

Fang spitz oder stumpf, nicht gleich lang wie der Schädel.

Raubvogelaugen; Augen zu tief eingesetzt oder vorstehend; Umrandung der Augen teilweise     depigmentiert.

Körper zu lang oder zu kurz.

Rute gerade, Rute nicht hoch getragen.

Vorderläufe in « französischem Stand » (Vorderfusswurzel eng-stehend, Pfoten nach aussen gedreht).

Missgebildete Hinterpfoten.

Haar hart, zu wenig üppig; kurzes Haar ausser bei den Welpen; zurechtgemachtes Haar.

 

AUSSCHLIESSENDE  FEHLER :

Aggressiv oder ängstlich.

Nasenschwamm depigmentiert.

Vorbiss oder Rückbiss.

Entropium, Ektropium; Umrandung eines oder beider Augen depigmentiert.

Über- oder Untergrösse.

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.



STERN-Reporter haben bei Deutschlands größtem Hundehändler Welpen gekauft und untersuchen lassen:
Sie waren krank und verhaltensgestört.
Tierärzte bestätigen: Massenzucht ist Quälerei

"Es gibt Händler, die handeln mit Hunden. Das ist dann aber kein Gewerbe, sondern eine kriminelle Tätigkeit, die aus nicht zu verstehenden Gründen gesetzlich nicht erfaßt wird."
Gert Haucke, Schauspieler und Hundebuchautor

Bei den Eschners war das Gespräch mal wieder auf den Hund gekommen. Ein Bayerischer Gebirgsschweißhund sollte es sein, fand Vater Wolfgang. Doch der kurzhaarige Jagdhund gefiel seiner Frau überhaupt nicht. Martina Eschner hatte sich in einen Landseer verguckt. »So a Kalb kimmt mia net ins Haus«, konterte ihr Mann. Szenen einer Ehe.
Die Eschners aus Taufkirchen bei München taten das, was Tausende bayerische Familien in ähnlicher Lage tun: Sie fuhren raus nach Vilshofen zum »Zwinger von Ammerreuth«. Da gibt's »a Riesenauswahl«, wußte Martina Eschner aus den Anzeigen des Zwingers: »Wunderschöne Welpen zu verkaufen«. Es folgen zwei Dutzend Rassehunde vom Dobermann bis zum Chihuahua.
Im »Zwinger von Ammerreuth« ging es zu wie im Supermarkt. Statt an Regalen schoben die Eschners an Boxen vorbei. Welpen winselten darin, Junghunde bellten um die Wette. Töchterchen Bianca war kaum zum Weitergehen zu bewegen. Auch ihren Eltern gefiel es. Nirgends lag ein Häufchen in den Sägespänen, alles wirkte sauber und aufgeräumt. Aus Lautsprechern berieselte Radio Passau Mensch und Tier.
Die Eschners bestaunten viele Rassehunde und einigten sich dann auf einen Golden Retriever. »Wolke von Ammerreuth« hieß das cremefarbene Knäuel laut Ahnentafel des »Bayerischen Rassehunde-Vereins«, war elf Wochen alt und kostete 800 Mark - halb soviel wie beim privaten Züchter. In der Zubehörabteilung griffen die Eschners zu Halsband, Leine, Napf und Futter. Mit Impfung kam sie das Schnäppchen auf knapp 1000 Mark.
»Bärli« nannten die stolzen Besitzer das possierliche Tierchen, das rasch die Herzen aller Familienmitglieder eroberte. Doch die Freude währte nicht lang. Nach zwei Tagen bekam »Bärli« Durchfall. Dünn wie Wasser. Tierarzt Dr. Lorenz Schmid verschrieb Elektrolyte und Vitamine. »Ernährungszustand mäßig«, notierte der Veterinär. Weitere zwei Tage später fraß »Bärli« nicht mehr. Per Ultraschall stellte Schmid eine »Invagination« fest, der Darm hatte sich ineinandergestülpt. »Ein Krankheitsbild, das häufig bei ungepflegten Hunden auftritt«, erklärte der Tierarzt Frau Eschner. »Bärli« mußte operiert werden und blieb anschließend drei Tage in der Klinik. »Unglaublich ängstlich« fand Dr. Schmid den Hund. »Jeder andere Welpe hätte geschwänzelt. Bärli griff mich vor Angst an, als ich nach der OP zu ihr kam.« Nach drei Tagen konnte der Hund entlassen werden, 48 Stunden später brachten Eschners den Welpen zurück. »Bärli« war schlechter dran als zuvor. Wieder hatte sich ein Stück Darm übereinandergestülpt, wieder war eine Operation für 900 Mark nötig.
Zuviel Geld für die Eschners. Aus Mitleid operierte Dr. Schmid auf eigene Kosten. Doch als er sah, daß diesmal ein Stück Darm amputiert werde mußte, rief er die Eschners an und riet zum Einschläfern. Schweren Herzens stimmten sie zu. Am 30. August 1996, neun Tage nach dem Kauf, starb der Retriever. Im zur Untersuchung eingeschickten Stuhl des Welpen wurde »Klebsiella pneumoniae« festgestellt, ein Erreger, der vor allem in größeren Hundebeständen auftritt.
In der Wohnung der Familie Eschner erinnert ein verwaistes Hundekörbchen an das kurze, traurige Leben der »Wolke von Ammerreuth«, und Martina Eschner will nur noch eins: »Dem Mann das Handwerk legen!«
Der Mann, der sich die Taufkirchner Hausfrau zur Feindin gemacht hat, residiert in einer Villa bei Walchsing in Niederbayern. Gustav Struck empfängt den Besucher in einem Wohnzimmer mit den Ausmaßen einer Dreifach-Turnhalle. Er bittet in eine Sitzgruppe aus Baumwurzeln, die nur Taifune oder Tornados aus der Erde geholt haben können. An der Wand rümpft ein ausgestopfter Elch die Nase über die Gäste. Der präparierte Adler auf dem Schreibtisch zeigt ihnen die kalte Schulter.
Fotografiert werden möchte Gustav Struck in diesem Ambiente nicht. »Sonst schreibenS' nachher, ich hätt das alles mit den Hunden verdient.« Struck stellt sich zwar gern vor als »der Hundehändler von Hölzlöd 17 ½«, der Adresse seines Zwingers. Viel lieber redet er aber über seinen Zierfischhandel. »Ich bin der Größte in Europa.« Oder über seine Großspedition »Ingo-Trans«. Am liebsten aber über »Ingo-Mobil«, sein Autohaus in Moskau.
Struck ist Generalimporteur für Audi und Porsche in Rußland. Stundenlang schwadroniert er über seine Duzfreundschaft mit Ministerpräsident Wiktor Tschernomyrdin und die Breschnew-Datscha, in der der »Präsident« (Visitenkarte) der Ingo-Mobil GmbH wohnte, bis Moskaus Bürgermeister das ländliche Anwesen für sich reklamierte.
»Die gesamte Administration von Jelzin abwärts fährt inzwischen AudiA8«, brüstet sich Struck und verrät auch, was ihm die Herzen der Nomenklatura öffnete: »Ich hab' denen deutsche Dackel geschenkt.«
Mit tierischen Präsenten allein ist in Moskau kein Blumentopf zu gewinnen. Struck präsentiert dem Reporter einen Zeitungsausschnitt: »Russen-Mafia schnitt Unternehmer ein Ohr ab«, berichtet die Münchner »Abendzeitung« über »die Mahnung aus Moskau« an einen bayerischen Geschäftsmann. Struck hat noch beide Ohren.
»Ich möchte die Hundegeschichte nicht aufgeben«, sagt Struck, nachdem er seine Moskauer Geschichten über Blaulichtfahrten in gepanzerten Limousinen losgeworden ist. Sentimentale Motive (»Ich hab' mein erstes Geld mit Hunden verdient«) und edle Absichten (»Das ist eine Parade, was wir mit den Tieren machen«) hielten ihn an der Leine. Keinesfalls der schnöde Mammon.
3000 Hunde verkauft Struck nach eigenen Angaben im Jahr. Deutschlands größter Hundehändler nennt er sich. »Aber ich bin froh, wenn am Ende des Jahres was übrigbleibt«, jammert er, 300000 Mark pro Jahr koste ihn allein der Tierarzt. »Alle unsere Hunde werden geimpft und entwurmt, die HD-gefährdeten Rassen lassen wir röntgen.«
HD meint Hüftgelenksdysplasie, eine krankhafte Veränderung des Hüftgelenks, die vor allem bei großen Hunderassen auftritt. Hunde mit HD können sich nur noch unter Schmerzen bewegen. Das Leiden ist erblich und kann nur durch den Einsatz künstlicher Gelenke gelindert werden.
Angelika Hofner* aus München kaufte im Oktober 1994 einen Schäferhundwelpen beim Zwinger von Ammerreuth. Weil die Studentin den Hund während der Vorlesungen nicht allein in der Wohnung lassen wollte, kaufte sie einen Monat später noch einen zweiten aus demselben Wurf. Mit sechs Monaten lahmten beide Hündinnen auf den Vorderläufen. Tierarzt Dr. Uwe Streitferdt und die Münchner Universitätsklinik stellten eine Ellenbogengelenkdysplasie (ED) fest, die durch operative Verkürzung der Elle um einen Zentimeter behandelt wurde.
Ein Jahr später lahmten beide Schäferhündinnen auf den Hinterläufen. Röntgenbilder zeigten eine hochgradige HD, bei der sich schon schlimme Arthrosen entwickelt hatten. In einem Attest für den Rechtsanwalt der Studentin schrieb Dr. Streitferdt Klartext: »Bei beiden Erkrankungen, ED und HD, handelt es sich um Erbkrankheiten, die durch verantwortungsvolle Zuchthygiene zu vermeiden gewesen wären.«
Zweimal schrieb Angelika Hofners Rechtsanwalt an den Zwinger von Ammerreuth. Antwort erhielt er nicht. Jetzt will die Studentin das Geld, das ein Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang verschlingen würde, lieber ihren Hündinnen zugute kommen lassen, Beide sollen zwei künstliche Hüftgelenke bekommen, das Stück für 2500 Mark.
Angelika Hofners hüftkranke Hunde aus Ammerreuth sind keine Einzelfälle. Dem STERN liegen die Krankheitsgeschichten von anderen HD-Hunden aus Strucks Produktion vor. Um ganz sicher zu gehen, ließ der STERN dort eine fünf Monate alte Tibetdogge für 1500 Mark kaufen. Das Tier mit dem wohlklingenden Namen »Aras So-Tiang« hockte apathisch in seiner Gitterbox und bewegte sich kaum. In der Chirurgischen Tierklinik der Universität München wurde Aras geröntgt. Diagnose von Professor Dr. Roberto Köstlin: »Hochgradige Hüftgelenkdysplasie beidseits.« Aras heißt jetzt Yogi und lebt in der Obhut eines Tierarztes und seiner Familie.
Angelika Hofners Schäferhündinnen, die Tibetdogge Aras und viele andere Hunde aus dem Zwinger von Ammerreuth stammen aus der Slowakei. Gustav Struck hat die in der Wirtschaft inzwischen übliche Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer auf den Hund gebracht. Seit Jahren läßt er Tausende von Tieren in der Slowakei »herstellen«.
Familienbande helfen ihm dabei. Zdenek Pichlik war Strucks Schwiegervater und Vizepräsident des slowakischen Hundeverbandes. Er baute für den Niederbayern ein Netz von Züchtern auf. Struck lieferte »Leihmütter« seltener Hunderassen. Pichliks Züchter, froh über jede hinzuverdiente Mark, verkaufen deren Würfe nach Ammerreuth.
Dort kommen die Kleinen - nach Trennung von der Mutterhündin auf menschliche Zuwendung besonders angewiesen - zunächst drei Wochen in Quarantäne und warten anschließend in den Showrooms manchmal monatelang auf Käufer.
Dafür haben die armen Viecherl aber tolle Stammbäume - in slowakischer Sprache. Der dieses Iddioms selten mächtige deutsche Käufer kann außer dem Geburtsdatum kaum etwas entziffern. Doch das Wappen des internationalen Hundeverbandes FCI verleiht den Ahnentafeln einen Anschein von Seriosität.
Wie es einem mit Pichlik-Hunden ergehen kann, schildert Margit Simon aus Olching. Sie hatte Anfang 1990 im Zwinger von Ammerreuth für 2000 Mark den drei Monate alten Mastiff »Ben« gekauft. Züchterin laut Stammbaum: Alzbeta Pichliková, die Frau des Vizepräsidenten Pichlik.
»Ben« litt unter chronischem Durchfall. »Der arme Kerl hat mir über ein Jahr lang die ganze Wohnung verschissen«, erinnert sich Frau Simon mit Grausen. Dreimal am Tag hat sie für den Problemhund separat gekocht, ist mit ihm von einem Tierarzt zum anderen gezogen. »Über 10000 Mark an Honoraren« klagt sie. Der letzte Tierarzt stellte bei dem schweren Hund auch noch eine Bänderschwäche fest. Nach 18 Monaten Lebensleid wurde Ben eingeschläfert.
Zdenek Pichlik arbeitet heute noch für Ammerreuth, allerdings als »Doppel-Ex«. Ex-Schwiegervater von Gustav Struck, weil die Ehe seiner Tochter mit dem Bayern in die Brüche ging, und schlimmer fürs Geschäft - Ex-Vizepräsident des slowakischen Hundeverbandes. Auf Druck des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) waren Zdenek Pichlik und seine Hunde-Produzenten in diesem Frühjahr aus dem slowakischen Verband ausgeschlossen worden.
Der Hintergrund: Im Sommer 1995 war Bernhard Meyer, Geschäftsführer des VDH, die aktuelle Preisliste des Zwingers von Ammerreuth zugespielt worden (»Nur für zoologische Fachgeschäfte und Hundesalons, denen unsere Geschäftsbedingungen zugrunde liegen«). Struck listete 97 Hunderassen zu Dumping-Preisen auf. Dazu der Hinweis: »Vertraulich, nicht an Endabnehmer weitergeben.« Beim Studium der Geschäftsbedingungen ahnte Meyer auch den Grund.
»Bei Versand werden alle Tiere, soweit erkennbar, gesund abgesendet. Für den Fall, daß Tiere dennoch erkrankt zugehen, können sie innerhalb 48 Stunden nach Zugang zurückgesandt werden«, heißt es unter Punkt IV, Ziffer 2. Einen kleinen Hund, den ein Zoohändler krank aus Strucks Transportkiste zieht, soll er also nicht zum Tierarzt bringen, sondern wieder in die Kiste stopfen und zurück nach Niederbayern schicken. Der Hund als Stückgut. Der »beste Freund des Menschen«, sein Kumpan seit den Tagen der letzten Eiszeit, als Handelsware.
Bei Struck gibt es zwar keine »Geld-zurück-Garantie«, aber Umtausch ist möglich - auch für Privatkunden. Wer ein krankes Tier gekauft hat und sich nachdrücklich beschwert, dem wird Umtausch angeboten.
Marion von Strachwitz ist es mit ihrer kleinwüchsigen, lahmenden, hustenden Golden-Retriever-Hündin so ergangen. »Ich würde ja auch kein behindertes Kind umtauschen«, hat die Mutter zweier Töchter geantwortet und ihren Hund lieber zum Tierarzt gebracht als zurück in den Zwinger.
Gustav Struck kann das nur recht sein. Wenn nur wenige ihr krankes Hündchen einfach in Ammerreuth entsorgen, spart er eine Menge Geld.
Nicht von ungefähr hat die Bundestierärztekammer den Hund zum »zu schützenden Tier des Jahres 1996« erklärt. Die Veterinäre sorgen sich nicht nur um die körperliche Gesundheit ihrer Patienten. Massiv häufen sich in den vergangenen Jahren vor allem Verhaltensstörungen. Sie treten nicht nur bei den sogenannten Kampfhundrassen wie Bull oder American Staffordshire Terrier auf, sondern immer öfter auch bei Familienhunden.
»Clif Dunajska Luzna« ist so ein Sorgenkind der Veterinäre. Der STERN ließ den fünf Monate alten Leonberger Anfang Mai im Zwinger von Ammerreuth für 800 Mark kaufen. Clif war den Reportern aufgefallen, weil er in der hintersten Ecke des Zwingers hockte und sich vor Besuchern verkroch, statt sie wie ein gesunder Welpe freudig zu begrüßen.
»So reagieren stark verhaltensgestörte Hunde, da sie aus den Zwingern ja nun einmal nicht fliehen können«, schreibt die Verhaltensforscherin Dr. Dorit Feddersen-Petersen in Ihrem Standardwerk »Hunde und ihre Menschen«. Und: »Der Anblick so "zugerichteter" Tiere muß jeden normal empfindenden Menschen mit hilfloser Wut auf den jeweiligen Verursacher und großer Trauer und Beschämung dem Tier gegenüber erfüllen.«
Der STERN stellte Clif Dr. Feddersen-Petersen vor. Die Wissenschaftlerin vom Institut für Haustierkunde der Kieler Universität verfügt über große praktische Erfahrungen im Umgang mit Problemhunden und tritt häufig als Gutachterin vor Gericht auf.
Frau Feddersen-Petersen untersuchte Clif. »Ich bin mir ganz sicher, daß dieser Hund niemals ein normales Sozialverhalten zeigen wird«, stellte sie danach fest, »er wird immer in Angst leben.« Über die Bedingungen der Importhunde im Zwinger von Ammerreuth fällte sie ein vernichtendes Urteil. »Diese drei Wochen Quarantäne reichen aus, um dem Hund einen Knacks fürs Leben zu geben - selbst wenn vorher beim Züchter alles optimal gelaufen sein sollte. Das Wegsperren ist Tierquälerei ohne Ende. In der Jugendentwicklung eines jeden Hundes werden sozusagen die Weichen gestellt für das, was später aus ihm werden kann. Isolation in dieser sensiblen Phase ist also auch durch spätere Beschäftigung mit dem Hund zumeist nicht oder nur unzureichend kompensierbar.«
Gustav Struck weiß auf solche Vorwürfe wenig zu erwidern. »Wir haben keine verhaltensgestörten Hunde«, blafft er, »das ist ein Schmarren.« Und sein Adlatus Weinfurtner fragt fröhlich: »Wie viele Tierärzte san verhaltensgestört?«
Mit Angstbeißern und Charakterkrüppeln, »wie sie oft in großen kommerziellen Zuchten heranwachsen« (Feddersen-Petersen) hat Walt Weisse täglich zu tun. Der langjährige Vorsitzende des »Clubs für Molosser« kennt auch »eine ganze Reihe von Leuten, die mit Hunden von Ammerreuth auf die Schnauze gefallen sind«. Weisse betreibt eine Hundeschule und versucht, solche Tiere halbwegs wieder hinzukriegen.
»Alle Hunde, die wir von Ammerreuth hier hatten, waren ängstlich und aggressiv«, erzählt er, »und das ist eine gefährliche Mischung.« Besonders bei den riesigen Molossern, an denen Weisses Herz hängt.
Mit dem STERN wollte keiner von Weisses Kunden über seinen Ammerreuther Problem-Hund reden. Offensichtlich schämen sich viele, zuzugeben, im »Zwinger für Armeleut« (Züchterspott) einen Hund erworben zu haben. Wer dort kauft, hat entweder wenig Geld oder wenig Ahnung von Hunden - oder beides.
*Name von der Redaktion geändert


So sind sie und das sollte man wissen über die kleinen Havi-Schelme !

Havaneser sind eine Hunderasse, in die man sich einfach verlieben muß. Für mich bedeuten sie Glück pur und ich vermisse sie jede Minute, die sie nicht bei mir sind. Havaneser haben einen umwerfenden Charme, sind sehr intelligent und ungewöhnlich anhänglich. Kleine Kunststückchen lernen sie schnell und meistens auch gerne, aber auch für Agility und Unterordnung kann man sie begeistern, für die, die lieber "richtig" mit dem Hund arbeiten möchten. Kleintiere und Katzen mögen sie auch, wenn sie Kinder um sich herum haben, drehen sie vor Freude richtig auf. Diese Rasse gehört zu den Hütehunden. In Kuba werden sie heute noch zum Hüten von Kleinvieh , aber auch bei Rindern (Kleinbauern) eingesetzt. So ist es nicht verwunderlich, dass sie fast keinen Jagdtrieb haben.
Um die kleinen Kobolde gesund  und glücklich zu erhalten brauchen sie viel Bewegung, ein gutes Futter , Pflege für´s Haarkleid, Beschäftigung und Liebe. Wie eigentlich jeder Hund! Sie haben keinen saisonbedingten Fellwechsel, müssen aber regelmäßig gekämmt werden. Das Fell sollte nicht geschoren werden, das hat mehrere wichtige Gründe, nicht nur den, daß es der Standard so vorsieht. Havaneser haben keinen typischen Hundegeruch. (Außer wenn sie nass sind). Die Lebenserwartung wird mit realistischen 12-15 Jahren eingeschätzt. Es wird allerdings auch schon von viel älteren berichtet. Wichtig ist, dass die Hundebabys von Anfang an alles bekommen, um ihnen einen guten Start in´s Leben zu bereiten. (Das beginnt schon vor der Trächtigkeit der Mutter).
An dieser Stelle kann ich nur jeden vor preiswert angebotenen Tieren warnen. Oft zahlt man später die mehrfachen Kosten beim Tierarzt, weil man die Tiere bei Hundehändlern erworben hat. Die gibt es leider immer häufiger als "netter Mensch" getarnt, verkaufen sie Hunde, die unter katastrophalen Bedingungen die ersten Tage ihres Lebens verbringen müssen. Die Tiere haben zum Teil gefälschte Impfpässe oder Ahnentafeln und sterben nicht selten wenig später an einer Infektionskrankheit oder erkranken an vererbten Defekten. Bitte melden Sie solche Leute beim Amtstierarzt, wenn Sie Ihnen begegnen sollten Keinesfalls sollten Sie aus Mitleid solch ein Lebewesen mitnehmen. Damit unterstützt man solche Machenschaften noch.
Auch in folgendem Link sehen Sie, wie man mit Tieren umgeht:
hier clicken
und hier
Aber nicht immer ist es so offensichtlich wie in obigem Link. Hier in der Nähe gibt es einen Hundehändler, da fallen täglich neue Leute drauf rein, weil alles so nett aussieht.


Seriöse Züchter züchten mit gesunden Hunden und werden von ihren Vereinen kontrolliert. Hunde mit Papieren kosten viel Geld, der Preis ist durchaus gerechtfertigt.
(Ich gebe Ihnen gerne Auskunft warum bei Rassehunden "Geiz ist geil" ein no go ist )
Ich bin bewußt ein Mitglied eines kleineren Vereins und habe mir hohe Maßstäbe auferlegt zum Wohl unserer Zwerge, die noch viele Jahrzehnte als gesunde , fröhliche Rasse  den Menschen Freude bringen soll. Bei uns nimmt ein Zuchtwart den Wurf ab und kein TA, der die Rasse nicht genau kennt. Ich denke die Kontrolle ist in einem kleinen Verband eher gewährleistet als in einer Massenorganisation, deshalb haben wir uns für den ACH-L entschieden.
Es ist unwahr, wenn ein anderer  großer Verein, (der sich anmaßt DER Verein zu sein) oder ein Teil seiner Mitglieder behauptet, alle anderen Züchter würden sich den strengen Kontrollen entziehen wollen.Durch Vorlage aller Untersuchungsergebnisse kann ich das zumindest für unsere Zucht widerlegen.

Unsere Welpen werden mehrfach entwurmt, geimpft, gechipt, natürlich tierärztlich untersucht und vom Zuchtwart abgenommen. Sie bekommen den Ahnenpass , ein tierärztliches Gesundheitszeugnis in Kopie, den EU Impfausweis sowie viele andere nützliche Dinge (wie Spielzeug, ein Schmusetuch, unsere Happy Puppy Tower Welpenmappe , mit vielen nützlichen Tipps,
eine DVD mit Filmchen und Bildern vom ersten Tag an, ein hochwertiges Welpenstarterpaket, Auenland un Dr. Schaette Futter für die nächste Zeit und viele andere Überraschungen  für Ihr Hundebaby mit nach Hause.

Die Aufzucht der Kleinen bringt mir trotz der vielen Arbeit sehr viel Freude und
gibt mir viel Kraft. Sie können einen immer zum Lachen bringen und wenn man sie spielen sieht, geht einem das Herz auf.

Ich  stehe Ihnen auf Wunsch jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Sprechen Sie mich an, auch wenn Sie Fragen zu dieser liebenswerten Rasse haben.
Wir sind keine gewerbliche Zucht und werden unsere Hündin je nach Verfassung, aber niemals mehr als einmal jährlich belegen lassen. Unsere kleine Amy-Maus wird keine Babys haben, spielt aber eine große Rolle bei der Sozialisierung der Welpen.
Menschen, die nach Abholung ihres Hundes nichts mehr mit uns zu tun haben möchten sind bei uns fehl am Platz und diejenigen bitte ich sich einen anderen Züchter zu suchen. Wir möchten wissen wie es unserem Nachwuchs geht, denn sie werden immer in unseren Herzen bleiben.

Martina Quolke



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Havaneserhobbyzucht  | amy-ciara@gmx.de